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Unsere Masterstudierenden Medienpsychologie über ästhetische musikalische Erfahrungen auf der ESCOM

Mit einem Vortrag zu einem neuen Ansatz zur Messung und Erfassung von ästhetischen musikalischen Erfahrungen besuchten hdpk'ler vom 31. Juli – 4. August die 25. Tagung der European Society for the Cognitive Sciences of Music (ESCOM) in Gent (Belgien).

Ein Exkursionsbericht von Annemarie Lennicke:

"Mit mehr als 400 Besuchern bietet die ESCOM eine solide Plattform für den Austausch von Ideen, für die Vernetzung und den Aufbau sozialer Kompetenzen auf internationaler Ebene. Neben dem Besuch unterschiedlicher Panel und Postersessions zu unterschiedlichen Themengebieten, bot sich die Gelegenheit neue Forschungskontakte und Bekanntschaften zu knüpfen und aktuelle Forschung und deren Protagonisten in persönlichen und anregenden Gesprächen und Diskussion kennenzulernen.

Eröffnet wurde die Konferenz durch Marc Leman, dem Organisator der Veranstaltung und einer Keynote zum Thema „Interaction, entrainment und music performance“ von Martin Clayton (Durham University). Auch sehr interessant war der Vortrag von Reinhard Kopiez (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover), bei dem es um die Minimal-Distanz-Hypothese (Repp, 1997) ging. Diese prognostiziert, dass ein durchschnittlicher Prototyp der attraktivste Impuls sein wird, weil er den kleinsten durchschnittlichen Abstand vom individuellen ästhetischen Ideal zeigt. Kopiez et al haben in ihrer Studie die Hypothese von Repp wieder aufgenommen, versucht die Ergebnisse zu wiederholen und zusätzlich eine interkulturelle Perspektive für den Test der Minimal-Distanz-Hypothese hinzuzufügen. Ein weiterer sehr interessanter Vortrag war von Vuoskoski & Eerola, die sich mit der Frage beschäftigten, warum wir gerne Musik hören, die uns traurig macht. Das Paradoxon von „angenehmer Traurigkeit“ hat in den letzten Jahren ein bedeutendes Forschungsinteresse bei Musikwissenschaftlern ausgelöst. Das Ziel von Vuoskoski & Eerola war es zu untersuchen, ob Gefühle des „Bewegens“ das paradoxe Vergnügen aus der „traurigen Musik“ erklären könnten.

Das Rahmenprogramm der viertägigen Tagung beinhaltete verschiedene Veranstaltungen mit Tanz und Gesang. Gemeinsame abendliche Treffen gaben den Besuchern die Möglichkeit, sich über aktuelle Forschungsthemen und Vorträge auszutauschen.

Neben Teilnehmern aus Ländern wie unter anderem England, Belgien, Niederlande und Italien, gab es auch eine sehr große Gruppe deutscher Forscherinnen und Forscher, unter anderem von den Universitäten aus Berlin.

Besonders ansprechend war das belgische Bier mit seinen unzähligen Sorten, die bei den abendlichen Veranstaltungen gemeinsam ebenso hinterfragt und diskutiert wurden, wie die wissenschaftlichen Vorträge."

Bötsch, I., Wirth, C., Lennicke, A., Zimmermann, S. & von Georgi, R. (2017). Replication and validation of an experimental paradigm of measuring open-earedness. In:E. Van Dyk, 25th Anniversary Conference of the European Society for the Cognitive Sciences of Music – Book of Abstracts, 179-180.

Unser Kontakt

Prof. Dr. M.A. Dipl.-Psych. Richard von Georgi

Studiengangsleiter

für den M.A. Medienpsychologie, Vorsitzender Prüfungsausschuss
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