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News Detail

Tagungsbesuch: Virtual Reality und die Illusion von Wirklichkeit

Was macht VR als Medienphänomen aus? Und wie wird das Thema auf einer Tagung inszeniert? Unser Musterstudierenden Erlebniskommunikation liefern einen neuen spannenden Erlebnisbericht.

Im Rahmen des Kurses „Wahrnehmung und Methoden“ besuchten die Studierenden gemeinsam mit Kursleiter Prof. Dr. Clemens Schwender am 24. November 2016 die Tagung „Virtual Reality und die Illusion von Wirklichkeit“ in Berlin. Im Zentrum ihres Studieninteresses standen dabei einerseits die Betrachtung der Veranstaltung als Event – von Aufbau und Programm bis hin zu Catering und Erlebnisangeboten – sowie andererseits die theoretische Auseinandersetzung mit dem Themengebiet „VR“ (Virtual Reality) als erlebnisorientiertes Medienphänomen.

Fragen, die die Studierenden im Vorfeld interessierten:

• Was ist Virtual Reality?

• Welche Veränderungen und technischen Entwicklungen sind in den nächsten Jahren zu erwarten?

• Wie werden durch VR Erlebnisse beim Nutzer hervorgerufen? Welche Rolle spielt der Erlebnisbegriff für die Hersteller und Betreiber von VR?

• Wie erleben wir persönlich VR?

• (Wie) Wird auf der Tagung ein Besuchererlebnis rund um das Medienerlebnis VR geschaffen?

Der Erlebnisbericht - In der Tiefe des Raumes:

Die Auseinandersetzung mit dem Forschungsbereich rund um das Thema „Virtual Reality“ wirft zwangsläufig die Frage nach Realität, Echtheit und Authentizität auf. Gleich zu Beginn der Veranstaltung eröffnet Joachim von Gottberg (FSF) die Keynotes mit der Frage: „Was ist Wirklichkeit – Gibt es so etwas wie Wirklichkeit überhaupt?“ Schon waren wir mittendrin in der philosophischen Auseinandersetzung mit dem eigentlich technisch verorteten Phänomen.

Vom „Kaffee in anderen Welten“ kommen wir direkt ins Gespräch mit Jan-Keno Janssen, der uns die Geschichte von VR und Grenzen der Technologien vorstellt. Anschließend referiert Prof. Dr. Tilo Hartmann der FU Amsterdam aus medienpsychologischer Sicht, wie VR unsere Wahrnehmung verändert – positiv wie negativ. Bevor die gemeinsame Abschlussdiskussion eröffnet wird, beschreibt Produzent Robert Cibis neue Möglichkeiten des visuellen Erzählens. Zwischendrin kommen wir natürlich immer wieder in den Genuss von variierenden Cateringangeboten sowie der Möglichkeit VR zu testen und live zu erleben.

Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt – Was haben wir gelernt?

Durch das bloße Aufsetzen einer Brille erfahren und erleben wir Wirklichkeit und Raum neu. Interessant dabei ist, dass wir theoretisch zu jeder Zeit wissen, dass die erlebte Suggestions-Welt vorgespielt und demzufolge nicht echt ist. Dennoch passt sich unser Körper der multisensualen, neuen Reizen und Sinneseindrücken an. Die Folge: Wir lassen uns täuschen und haben den Eindruck, wir würden uns in dieser vorgespielten, virtuellen Welt befinden. Unser Gefühl für unsere Umgebung, sowie unser Selbstbewusstsein vermischen sich. Das Zusammenspiel von Motorik und Sensorik erzeugt virtuelle Erlebnisse, die wir als real und echt empfinden und uns eine neue Betrachtung auf die Welt ermöglichen. Natürlich ist vor allem in Fragen der Multisensualität noch vieles unentdeckt. So sind das Wahrnehmen von Gerüchen sowie direkte Kommunikationsformen mit den Protagonisten bisher nicht möglich.

Die Tagung gibt einen reflektierten, ausführlichen Überblick über Möglichkeiten, Einsatzbereiche (die uns zum Teil sehr erstaunt haben) und Lücken der Technologie. Spannend für uns als Studierende der Erlebniskommunikation sind vor allem das Spiel mit Emotion und Wahrnehmung sowie die Trennung (oder das Zusammenspiel) von Wirklichkeit und Illusion – VR verbindet beide Bereiche miteinander und kreiert einen Erlebnisraum, eine Illusion von Wirklichkeit.

"Die virtuellen Welten vermitteln viel emotionalere, interaktivere Marken- und Einkaufserlebnisse als jede andere Art der (digitalen) Werbung." (Kian Saemian, Senior Business Development Manager)

Unser Kontakt

Prof. Dr. Marcus S. Kleiner

Studiengangsleiter

für den M.A. Erlebniskommunikation
Prof. für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Forschungskoordinator
Telefon +49 30 2332066-10 E-Mail schreiben