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News Detail

Schönste Messe für den schönsten Tag im Leben? Unsere Masterstudierenden auf der HochzeitsWelt Berlin

Im Bereich der Erlebniskommunikation nimmt die Messe eine ganz besondere Position ein. Aussteller wollen einzigartige Erlebniswelten schaffen, um ihre Produkte und Dienstleistungen vorzustellen und sich dabei gleichzeitig von den Mitbewerbern abzusetzen. Die Kommunikation mit dem Kunden passiert direkt und individualisiert auf die jeweiligen Bedürfnisse der Interessensgruppen. Eine hervorragende Umgebung also für ein bisschen Feldforschung, dachten sich unsere Studierenden M.A. Erlebniskommunikation. 

Das Thema Hochzeit tangierte unsere Erlebnisexperten minimal. Umso optimaler passte die "Hochzeitswelt Berlin", die größte Hochzeitsmesse Deutschlands Anfang November 2016 auf dem Messegelände des ICC Berlin, in den Semesterkalender. Gänzlich unbetroffen von dem Wunsch, in nächster Zeit den Bund der Ehe einzugehen, konnten sie schließlich das Spektakel Hochzeitsmesse neutral und unvoreingenommen auf sich wirken lassen und den Erlebniswert der Messe untersuchen.

Ziel der Expedition: Die Entwicklung einer allgemein anwendbaren Checkliste zur Untersuchung von Messen im Rahmen der Erlebniskommunikation.

Der Erlebnisbericht:

Bei unserer Ankunft waren wir uns nicht ganz sicher, ob wir in der richtigen Halle waren, da hier - entgegen unserer Erwartungen - noch alles sehr kühl und lieblos gewirkt hat. Erst als wir dann von dem ersten Aussteller angesprochen wurden, ob wir denn schon einen DJ für unsere Hochzeit gefunden haben, fühlten wir uns langsam angekommen und konnten uns auf das Erlebnis Hochzeitsmesse einlassen. Nach einer kurzen Vorstellung seines Angebots und einigen netten Worten, führte uns der Weg weiter in die erste der zwei eigentlichen Messehallen. Beim Schlendern durch die Gänge und dem Entdecken der verschiedenen Anbieter, wurden wir sehr oft aufgehalten und angesprochen oder es wurden uns Flyer, Prospekte oder anderes Informationsmaterial ausgehändigt. Anfangs haben wir noch motiviert mitgemacht und uns auch auf das ein oder andere Gespräch eingelassen. Mit der Zeit nahm dies aber immer mehr ab und wir ließen uns immer seltener auf Gespräche mit den Ausstellern ein.

Im Gesamten waren auf der Messe viele verschiedene Aussteller vertreten und es ließ sich bei der Anordnung der Stände kein wirkliches Konzept erkennen. Besonders häufig trafen wir auf Verkäufer von Hochzeitsmode (zum Großteil Hochzeitskleider in den verschiedensten Formen und Farben), Fotografen, DJs, Vermieter von Hochzeitsautos, Locations und Reedereien. Am meisten hat uns die Bundeswehr als Aussteller überrascht. Diese versucht auf der Hochzeitsmesse insbesondere die weibliche Zielgruppe anzusprechen und zu gewinnen. Nachdem wir erste Eindrücke und Materialien gesammelt haben, besuchten wir die Modenschau in der zweiten Messehalle. Hier präsentierten die verschiedenen Aussteller ihre aktuellen Kollektionen. Das Konzept der Modenschau war eher langweilig und ohne große Überraschungen oder Besonderheiten gestaltet. Auch der engagierte Moderator konnte daran nichts ändern. Direkt neben dem Laufsteg konnten wir uns abschließend noch mit Currywurst stärken und den Besuch gemeinsam reflektieren.

Was haben wir gelernt?

Dafür, dass wir die als größte Hochzeitsmesse Deutschlands beworbene „HochzeitsWelt Berlin“ besucht haben, waren wir von dem Messe-Erlebnis eher enttäuscht. Passend zum Thema Hochzeit haben wir eine romantische, liebevolle und auch etwas kitschige Atmosphäre mit einem durchdachten Dekorationskonzept erwartet. Das Gegenteil war allerdings der Fall und das gesamte Ambiente wirkte eher kühl und lieblos. Obwohl wir einige Stände entdeckt haben, die aufwendig und mit viel Liebe zum Detail dekoriert wurden, konnte sich dies nicht auf die gesamte Messe übertragen.

Auch der Erlebnisfaktor für die Besucher war nicht besonders hoch. Es fanden sich nur sehr wenige Stationen, an denen die potentiellen Kunden der Aussteller interaktiv eingebunden wurden und dadurch etwas erleben konnten.

Abschließend kann man sagen, dass wir etwas anderes von unserem Messebesuch erwartet haben. Wie bereits beschrieben, war der Erlebnisfaktor, den unserer Ansicht nach ein sowohl für das ausstellende Unternehmen als auch den Besucher wichtigen Bestandteil auf einer Messe darstellt, nur sehr wenig vorhanden. Gerade wenn es darum geht, neue Produkte und Innovationen vorzustellen und zu testen, sollte das Erleben ein größeres Gewicht haben. Auch wenn das Thema Hochzeit eine sehr lange Tradition aufweist und sich der Ablauf über die Zeit hinweg meist wenig geändert hat. 

Unser Kontakt

Prof. Dr. Marcus S. Kleiner

Studiengangsleiter

für den M.A. Erlebniskommunikation
Prof. für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Forschungskoordinator
Telefon +49 30 2332066-10 E-Mail schreiben