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Praktikum in L.A.: Ein Audiodesigner macht Filmmusik bei Hans Zimmer

Valentin Steudemann, Student im Bachelor-Studiengang Audiodesign an der SRH Hochschule der populären Künste (hdpk) war im Sommersemester 2015 in seinem Praktikumssemester. Er ging nach L.A., um sich einen lang ersehnten Traum zu erfüllen: Filmmusik von den ganz Großen lernen.

Praktikum in L.A.: Ein Audiodesigner macht Filmmusik bei Hans Zimmer

Valentin Steudemann, Student im Bachelor-Studiengang Audiodesign an der SRH Hochschule der populären Künste (hdpk) war im Sommersemester 2015 in seinem Praktikumssemester. Er ging nach L.A., um sich einen lang ersehnten Traum zu erfüllen: Filmmusik von den ganz Großen lernen.

hdpk: Valentin, du warst in den letzten Monaten in den USA, genauer gesagt in Los Angeles, um ein Praktikum bei Hans Zimmer zu absolvieren. In drei Worten: Wie war's?

Valentin Steudemann: Na rate mal…

Geil, geil, geil?

So in etwa.

Wie bist du an dieses Praktikum gekommen?Hast du da einfach eine E-Mail hingeschrieben und dich und dein Anliegen vorgestellt? Oder kennst du jemanden, der jemanden kennt?

Einfach eine E-Mail hinschreiben, geht leider nicht. An wen auch? Gerade in L.A. musst du jemanden kennen, sonst geht da leider gar nichts. Ein Selbstläufer war das für mich allerdings auch nicht.

Erzähl!

Naja, es hat insgesamt schon drei Jahre gedauert, bis ich den Platz und das Visum hatte. Aber ohne Kontakte läuft, wie gesagt, gar nichts. Gerade in Übersee hat man aber die erforderlichen Kontakte eben sehr selten. Ich hatte nach ein paar fehlgeschlagenen Anläufen das Glück, für jemanden zu arbeiten, der selber vor einiger Zeit für Hans gearbeitet hat und deswegen noch gut dort vernetzt war. Nach einem halben Jahr E-Mail-Verkehr bekam ich dann gegen drei Uhr nachts eine E-Mail vom Manager von Hans, der mich um meinen CV bat. Ein Jobinterview und fünf Wochen später hatte ich dann Ende Dezember die Zusage und konnte mich um das Visum und den Flug kümmern.

Du studierst Audiodesign an der SRH Hochschule der populären Künste (hdpk). Hattest du von Anfang an ein Faible für Filmmusik? Oder ist das erst im Laufe deines Studiums entstanden?

Ich hatte schon immer den Traum, irgendwann für Film zu schreiben, war aber länger auf anderen Pfaden unterwegs. Ich habe vorher Sounddesign für Events, Markensound, Elektro-Pop, Musik für Modenschauen und anderes gemacht; habe dabei aber immer auf eine mögliche Zukunft beim Film geschielt. Wirklich verfolgt habe ich das aber erst nach Ali N. Askins Filmmusik-Kurs an der hdpk. Der ist wirklich klasse.

Was reizt dich an Filmmusik so sehr?

Ich bin ein großer Filmfan und gerade das dramaturgische Arbeiten dort - wie das Bild oft erst durch Musik mit Emotionen aufgeladen wird - hat mich schon immer fasziniert. Auch die schier grenzenlose musikalische Vielfalt und das Experimentieren in der Filmmusik halte ich für wahnsinnig spannend.

Konntest du dein an der hdpk erlangtes Wissen in L.A. anwenden?

Selbstverständlich. Ich habe neben Audiodesign ja auch Musikproduktion studiert und habe mich mit diesem Wissen in L.A. auch ganz gut behaupten können.

Was zählte zu deinen Aufgaben? Wie sah dein Arbeitsalltag aus?

Mal habe ich für Hans den Kaffee gemacht, mal saß ich aber auch am Computer und habe "wirkliche" Arbeit verrichtet. Es gab natürlich aber auch Tage, an denen ich nur unterwegs war, um zum Beispiel Mittagessen zu besorgen. Hört sich profan an, aber wenn der Salat, den du bestellen und abholen sollst, dann für Zack Snyder ist, gewinnt sogar das irgendwie an Verantwortung.

Was war denn die "wirkliche" Arbeit?

Vom Sounddesign bis zum Edit gab es da einiges.

Hast du an konkreten Projekten mitgearbeitet und darfst Du etwas darüber verraten?

Ja, habe ich, und nein, darf ich leider nicht.

Was hat dich am Praktikum oder an der Branche am meisten überrascht und beeindruckt?

Es entspricht etwas dem Klischee, aber es ist dort wirklich alles um einige Level höher als bei uns. Ich habe eine solche Ansammlung von top ausgestatteten Studios und Komponistenplätzen wirklich noch nicht gesehen. Es ist unglaublich, wer dort alles arbeitet und was dort für Projekte umgesetzt werden. Am beeindruckendsten war aber wohl der Moment, in dem ich das erste Mal in Hans' Arbeitszimmer stand. Verrückt!

Und Hans Zimmer, wie ist er so?

Cooler Typ!

Wie sehen deine zukünftigen Pläne aus?

Im Moment schreibe ich meine Bachelorarbeit und bewerbe mich wohl demnächst um ein Künstlervisum für die Staaten. Das ist ein recht aufwändiger Prozess, dem ich aber schon gespannt entgegensehe.

Hast du zum Abschluss noch einen Tipp für andere Praktikumssuchende?

Nicht aufgeben, Kontakte machen und geduldig sein. Das war jedenfalls meine Devise. Etwas allgemeiner: Wenn du einmal einen Platz hast, sorge dafür, gut zu arbeiten, fleißig zu sein und "Freunde" zu gewinnen, die sich eventuell an dich erinnern, sollte mal eine Stelle frei werden. Zumindest ich habe gesehen, dass sich in solchen Situationen so etwas wirklich auszahlen kann.

Vielen Dank, Valentin, und viel Glück für das Künstlervisum!

Das Interview führte Julia Kreutziger.

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