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"Kalkulation ersetzt Kreativität" – Prof. Marcus S. Kleiner über den Einfluss von Streamingdiensten auf Popmusik

Das Wissensmagazin 3sat nano bat unseren Popkulturforscher und Studiengangsleiter M.A. Erlebniskommunikation Prof. Marcus S. Kleiner zum Gespräch.

Audio-Streaming ist seit letztem Jahr das größte Umsatzsegment des deutschen Musikmarkts. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Musikfans gründlich überlegten, ob sie eine Platte kaufen. Heute gibt es alle Songs zu jeder Zeit als Flatrate. Das Gefühl von Allverfügbarkeit von Musik führt laut Prof. Kleiner dazu, dass sich viele Hörer nicht mehr so lange und intensiv mit einem Album oder einer Platte auseinander setzen.

Marktführer Spotify wird gleichzeitig zur Hitmaschine. Wer es als Künstler in die Spotify-Playlist schafft, wird erfolgreich und landet einen Hit. Aber erst ab einer Streaming-Zeit von 30 Sekunden bezahlt Spotify dem Künstler Geld. Logischer Umkehrschluss: Der Hörer muss viel schneller vom Song überzeugt werden. Das hat auch Einfluss auf die Produktion von Popmusik. Christopher Plaschke, Student des B.A. Musikproduktion, bringt es in der Sendung auf den Punkt: „Es gibt kein Platz für ein Intro, dass langsam an den Song heranführt.“

Aber entscheidet wirklich allein der Spotify-Algorhythmus über den Erfolg? Prof. Marcus S. Kleiner sieht auf jeden Fall eine fatale Tendenz zu rein datenbasierter Kommerzmusik: „Heutzutage ersetzt die Kalkulation die Kreativität.“

Den ganzen Beitrag gibt es in der 3sat Mediathek.

Unser Kontakt

Prof. Dr. Marcus S. Kleiner

Studiengangsleiter

für den M.A. Erlebniskommunikation
Prof. für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Forschungskoordinator
Telefon +49 30 2332066-10 E-Mail schreiben