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News Detail

Exkursion zur Digital Agentur Third Wave

Die Studierenden des Masterstudienganges Erlebniskommunikation besuchten Anfang Dezember die Berliner Agentur.

In einem kleinen Hinterhof-Büro in Berlin-Mitte digitalisiert „Third Wave“ die Welt. Von hier aus unterstützen die zwei Gründer, Igor Schwarzmann und Johannes Kleske, andere Firmen bei der Entwicklung von Kommunikations-Strategien und Geschäftsmodellen in der digitalen Welt.

 „Third Wave ist die Strategieberatung für die digitale Welt.“ 2010 haben die zwei Jungunternehmer, damals noch zu dritt unterwegs, die Firma gegründet. Auch, wenn die beiden heute nicht mehr ganz mit der Silicon-Valley Attitude einverstanden sind, kam die Inspiration zur Gründung einer eigenen Beratung doch von dort - „hier hat man damals schon anders und ganzheitlich gedacht.“ - Digitalisierung, Innovation und Unternehmenskultur sind ein Ganzes.

Igor Schwarzmann hatte vor der Gründung bei der Agentur Pleon im Social Media Bereich gearbeitet. Johannes Kleske hat Media System Design studiert und war professioneller Blogger und Webentwickler. Auch privat waren beide schon früh im „Social-Media-Blogger-Mileu“ unterwegs und haben sich hier kennengelernt.

Ihr erstes Büro hatten sie in Kreuzberg, heute sitzen sie in Mitte und teilen sich einen Eventraum mit der Elisabeth Ruge Agentur, in dem wir unser Meet and Greet mit den beiden hatten. Third Wave arbeitet u.a. mit und für den Elisabeth Ruge Agentur. Johannes beschreibt diese Kollaboration so: „Es ist eher ein kreativer Austausch, hier treffen Literatur und Technologie aufeinander.“

Aber eigentlich arbeiten die beiden nur zu zweit, denn zu zweit funktionieren sie am besten. Da in ihren Büroräumen genügend Platz ist, vermieten sie freie Schreibtische an andere Selbstständige und Firmen. Bei unserem Besuch des Kleinunternehmens, so bezeichnen Igor und Johannes ihre Firma, erklärten sie uns ihre Vorgehensweise etwas genauer.

„Jeder macht mit bei der Digitalisierung, aber kaum einer weiß warum.“ Dieses WARUM unterstreichen die beiden in unserem Gespräch immer wieder. „Alles ist digitalisiert, nichts ist transformiert“, so Igor. Und genau dieses Problem wollen die beiden, mit der Vermittlung von digitalen Grundlagen und ihren Strategievorschlägen, lösen. Third Wave begleitet Firmen bei der digitalen Transformierung ohne ihnen einen vorgefertigten Plan von Anfang an vorzulegen.

Sie wollen, dass sich die Firmen intern mit dem Thema auseinandersetzen und somit aktiv am Entwicklungsprozess teilnehmen. Sie stellen präzise Fragen und versuchen gemeinsam mit dem Kunden herauszufinden, was für die Firma relevant ist und, was die sozialen Medien der Firma positives beisteuern könnten. Dazu überprüfen die zwei die bestehenden Geschäftsmodelle und suchen nach neuen Wegen und Strategien.

Sie machen sozusagen eine Bestandsaufnahme, gestalten ein Roadmap, räumen auf, organisieren neu und geben Tipps und Trends. „Digitalisierung braucht Verstehen statt Kopieren“ - Der Kunde muss sich mit dem Thema auseinandersetzen, nicht einfach mitmachen, um mitzumachen, sondern das Ganze hinterfragen. „Digitalisierung braucht Kultur statt Strategie“ - Strategie ist wichtig, aber die Unternehmenskultur ist fast wichtiger, denn ohne Wille bringen auch neue Wege nicht weiter.

Firmen müssen zu lernfähigen Organisationen werden. Haben Firmen kein einheitliches Denk-und Handelsmuster und stimmt die Unternehmenskultur nicht mit der Strategie überein, ist das oft der Grund fürs Scheitern. "Für unsere Kunden wollen wir ein strategischer Partner sein, der ihnen bei allen Fragen im digitalen Kontext hilft“. (s.o.)

Third Wave begleitet ihre Kunden in der Regel über einen längeren Zeitraum (5-6 Jahre). Sie beschreiben ihre Beratung, ihr Geschäftsmodell, als ein Beziehungsgeschäft und nicht etwa als ein Projektgeschäft. Beide sind sich einig, dass eine konstante Zusammenarbeit spannender und auch logischer ist, denn so können sie die Strategien immer wieder anpassen.

Auf die Frage, wie die beiden wissen können, was im Trend bleibt, und, was zukünftig im Trend ist, antworten sie: „Wir machen keine Zukunftsprognosen, wir sind keine Wahrsager. Wir gestalten Szenarien, wir sind Richtungsweiser.“ Igor und Johannes müssen ständig auf dem neusten Stand sein, die meiste Zeit verbringen sie damit sich zu informieren und zu lesen. Johannes behauptet sogar, dass er oft nicht aufhören kann nachzuforschen und sich umzuhören. Abschalten war am Anfang gar nicht so einfach.

Den Ausgleich zwischen „Fun, Fame und Fortune“ zu finden ist für die zwei sehr wichtig: Hierbei geht es vor allem darum den Ausgleich zwischen den Aufträgen, die Spaß machen, die Gewinn einbringen oder Ansehen mitsichbringen, zu finden. Eine dauerhafte Ausrichtung der Agentur auf den Faktor „Spass“ wäre wohl aus ökonomischer Sicht unvorteilhaft. Spaß hat auf jeden Fall der Nachmittag bei Third Wave gemacht.

Das Treffen war sehr informativ, lehrreich und interessant. Wir haben einen Einblick in die Welt der Digitalisierung von Firmen bekommen und die beiden Jungunternehmer haben uns ihre Arbeits-und Herangehensweise erklärt.

Die lockere Atmosphäre und die Passion, mit der Igor und Johannes von ihrer Arbeit gesprochen haben, haben das Ganze zu einem ganz spannenden und amüsanten Besuch gemacht. Geplant ist für das Sommersemester 2018 ein gemeinsames Projekt im Social Media-Bereich mit Third Wave zu realisieren.


Ein Artikel von Leila Weber (Studentin MA Erlebniskommunikation)

Unser Kontakt

Prof. Dr. Marcus S. Kleiner

Studiengangsleiter

für den M.A. Erlebniskommunikation
Prof. für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Forschungskoordinator
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