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News Detail

Studentische Projekte

Du siehst mich - Studierende auf dem 36. „Deutschen Evangelischne Kirchentag“

Masterstudierende begleiten das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ auf auf das Megaevent vom 24. bis 28. Mai 2017.

Im Rahmen des Laborkurses „Charity, Corporate Social Responsibility und Nachhaltigkeit“ konnte unser Studiengangsleiter Erlebniskommunikation Prof. Dr. Marcus S. Kleiner das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ für eine Zusammenarbeit mit seinen Studenten gewinnen.

Nach zwei lehrreichen Messebesuchen in Stuttgart im April standen vom 24. bis 28. Mai der 36. „Deutsche Evangelische Kirchentag“ auf der Semester-Agenda. Das Motto in diesem Jahr: „Du siehst mich“. Aus der Besucherperspektive analysierten die Studierenden die Aspekte „Image“, „Kirchenbindung“ und „Sichtbarkeit“ des Hilfswerks auf dem Megaevent.

Ein Erlebnisbericht:

Wir entscheiden uns als Gruppe den Kirchentag am Donnerstag auf dem Messegelände Berlin zu beginnen. Schon auf dem Weg dorthin sehen wir viele Menschen mit ihren orangefarbenen Tüchern. Nach einem langen Fußmarsch kommen wir und viele Tausend Interessierte an den Messehallen an. Dann geht es zu allererst an den Hauptstand von „Brot für die Welt“. Der 150 Quadratmeter große informativ und imagefördernd gestaltete Messestand hat im Zentrum einen großen Backstand, der von einem passionierten Bäcker in altertümlicher Tracht betrieben wird. Hier werden kleine süße Backwaren in Form von Fischen, dem Zeichen der Christen, verteilt und die Besucher des Standes können sich bei Kaffee und Kuchen entspannen und mit dem freundlichen und offenen Personal des Hilfswerkes einen regen Austausch betreiben. Neben den Mitmachaktionen rund um nachhaltige Entwicklungsarbeit, wie beispielsweise dem „Engagementbaum“, an den die Besucher in Form von Blättern und Früchten ihre notierten zukünftigen guten Taten befestigen können, gibt es einen informativen Stand, bei dem man vieles über Lebensmittel erfährt sowie einen Stand, an dem die Teilnehmer aus vielen verschiedenen Motiven wählen und sich für einen kleinen Unkostenbeitrag hochwertige T-Shirts bedrucken lassen können. Hier erkennen wir, auf welche Weise die Mitarbeiter mit den potentiellen Spendern agieren und ihnen die wichtigen Themen des Hilfswerks unbeschwert näher bringen. Auch für die Kleinsten hat „Brot für die Welt“ einen Messestand, bei dem sie unter dem Motto „Weltweit Weihnachten“ fair hergestellte Weihnachtskugeln ganz nach ihrem Geschmack verzieren und als Andenken mit nach Hause nehmen dürfen. In dem neuen Teil der Messe, dem sogenannten City Cube, finden wir die Station zum Thema „Flucht“ vor. Hierzu wurden große Koffer zu Spielstationen umgebaut und die Besucher, die aus den Podiumsdiskussionen und Vorträgen kommen, können sich hier spielerisch über dieses wichtige Thema informieren.

Am Freitag treffen wir uns auf dem Berliner Gendarmenmarkt, der durch den Deutschen und den Französischen „Dom“ und das Schauspielhaus eine optimale Kulisse für die große Bühne des Kirchentages darstellt. Unser persönlicher Höhepunkt ist die Schweigeminute, die zum Gedenken an die vielen zum Tode gekommenen Flüchtlinge, abgehalten wird. Im Anschluss machen wir uns auf den Weg zum Zentrum für Kinder in der Nähe des Hauptbahnhofs. Hier finden wie zwei Stände von „Brot für die Welt“ vor, bei denen die Kleinen in Form von Mitmachangeboten spielerisch den Umgang mit Nahrungsmitteln kennenlernen können. Anschließend fahren wir Richtung Prenzlauer Berg. Hier wird am frühen Abend von dem evangelischen Hilfswerk ein internationaler Gottesdienst in der durch die friedliche Revolution bekannt gewordene Zionskirche veranstaltet. Bei dem in englischer Sprache abgehaltenen Gottesdienst wird die Verbindung von Glaube und Engagement gestärkt. Höhepunkt des Gottesdienstes ist der musikalische Auftritt der Band „La Main“, die mit ausgefallenen Kostümen und afrikanischen Rhythmen die Zuschauer begeistert. Nach Ende des Gottesdienstes geben sie ein spontanes Zusatzkonzert auf der idyllischen grünen Insel des Zionskirchplatzes und das Publikum tanzt ausgelassen mit. Am dritten Tag des Kirchentages geht es für uns zum Gelände des ehemaligen Anhalter Bahnhofs. Dort finden die Veranstaltungen des Zentrums der Jugend statt. Neben dem minimalen historischen Rest des ehemaligen Portals der Bahnhofsvorhalle ist eine Kirche aus Gerüsten aufgebaut, in der Vorträge anzuhören sind. Auf der provisorischen Kirche ist eine kleine Bar platziert, von der aus man einen tollen Blick über das Jugendevent hat. Um den dort gelegenen Sportplatz sind viele kleine Stände aufgebaut, sodass wir uns wie auf einem Straßenfest fühlen. Hier finden wir das „Kaffeemobil“, das auf der Messe in Stuttgsrt zum Einsatz kam wieder. Nun ist es extra für die Jugendlichen zum „Smoothiemobil“ umfunktioniert worden. Die jungen Kirchentagsbesucher können hier mit Muskelkraft durch Treten auf einem Fahrrad einen Mixer antreiben und sich dadurch seinen ganz persönlichen Smoothie mischen. Zusätzlich gibt es eine Spielwiese auf der viele verschiedene Aktionen angeboten werden. Hierbei konnten wir feststellen, wie wichtig es ist die Teilnehmer durch interaktive Stationen anzuregen, sich spielerisch mit weltpolitischen Themen auseinanderzusetzen.

Was haben wir gelernt? Wer den Kirchentag besucht, erlebt!

Zusammenfassend ist zu sagen, dass wir viel Positives aus der Zusammenarbeit mit „Brot für die Welt“ mitnehmen konnten. Durch die ausgesprochen gute Betreuung durch unsere Dozenten haben wir einen tieferen Einblick in die Planung und Umsetzung eines so großen Eventauftritts bekommen, was den Hauptaspekt unseres Studiums darstellt. „Brot für die Welt“ lud zu mehr als 20 Veranstaltungen und Aktionen ein. In Erinnerung werden uns aber vor allem die vielen begeisterten Besucher bleiben, die wir immer wieder auf den Straßen Berlins antrafen. Als evangelisches Hilfswerk, das vielen Menschen auf der ganzen Welt, die täglich um ihr Überleben kämpfen müssen, Unterstützung bietet, ist es wichtig, auf einem so großen Megaevent die Wichtigkeit dieser Botschaft in die Öffentlichkeit hinauszutragen. Das hat „Brot für die Welt“ durch ihre vielen Aktionen und das freundliche und engagierte Personal, das diese begleitet hat, umgesetzt. Der Kirchentag ist eine Mitmach-Veranstaltung, da die Teilnehmenden das Programm mitgestalten. Sie sind die Mitwirkenden dieses Großereignisses. Dies war für uns im Kontext unseres Masterstudiums Erlebniskommunikation spannend zu beobachten. Wir Studenten haben durch den Kirchentag den Begriff Kirche in einem anderen modernen Kontext erlebt und nehmen sicherlich viele neue Impulse für unseren zukünftigen Beruf mit. Mit dem Kirchentag 2017 in Berlin und insbesondere dem in Wittenberg ausgetragenen 500. Jubiläum von Luthers (angeblichem) Thesenanschlag, wurde Geschichte erlebbar gemacht!

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Lutz Sonius und Kerstin Schlüter dafür bedanken, dass wir einen Einblick in die Vorbereitungen und die Durchführung des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2017 bekommen konnten. Wir freuen uns sehr auf das nächste gemeinsame Projekt, die „Aktionseröffnung“ in Saarbrücken.

 

 

Unser Kontakt

Prof. Dr. Marcus S. Kleiner

Studiengangsleiter

für den M.A. Erlebniskommunikation
Prof. für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Forschungskoordinator
Telefon +49 30 2332066-10 E-Mail schreiben